Kurzurlaub: 夏河

Alle im nachfolgenden Text abgekürzte Wörter beziehen sich auf das Dach der Welt und auf den Ort, für den Ausländer eine besondere Einreisegenehmigung neben dem chinesischen Visum benötigen; auf den (Nicht-)Teil Chinas, in dem man die einheimische Bevölkerung besser nicht als Chinesisch bezeichnet und auf die T-Shirts mit dem Aufdruck "Free T---t", die man besser nicht dort trägt, wo ich gerade wohne.

 

Während an meiner Schule die Neuntklässler ihre Abschlussklausuren (中考 = zhōngkăo) schrieben, die Achtklässler zuhause saßen und büffelten, weil sie heute Biologie und Erdkunde schreiben und die Siebtklässler … nunja, frei hatten … fuhr ich mit zwei anderen Freiwilligen, Olen und Caspar, weg. Wir waren in 夏河 (Xiahe).

 

Xiahe ist eine Klosterstadt und bedeutender Pilgerort für t--------e Buddhisten. Sie gehörte früher zur t---------n Provinz Amado, ist jedoch heute Teil der chinesischen Provinz, in der ich lebe (Gansu). In Xiahe wohnen also viele T-----r (die Anhänger des t---------n Buddhismus sind), aber auch Han-Chinesen und Hui-Chinesen (letztere sind meist Muslime). Die Straßenschilder waren zwei- bis dreisprachig: oben T-----sch, in der Mitte Mandarin, manchmal unten noch pinyin (lateinische Buchstaben, deren Aussprache dem T-----sch entsprach und nicht dem Mandarin).

 

Das Straßenbild wurde dominiert von Taxis, Mönchen an ihren Handys (meist iPhones, kurioserweise) sowie Pilgern, aber auch t---------n Familien mit Frauen und Kindern, die um das Kloster herum leben. Im Kloster selber kommen nur Mönche unter. Auf einer Strecke von ca. 3km reiht sich eine hölzerne, bunt lackierte Gebetsmühle an die nächste. Am ersten Tag standen wir früh auf in der Hoffnung mitzuerleben, wie die Mönche die Mühlen drehen. Viele von ihnen waren nicht mehr unterwegs, dafür jedoch andere Teile der Dorfbevölkerung. Ansonsten haben wir uns von einem Mönchen einmal um die Anlage herumführen lassen, waren wandern und Fahrrad fahren, stellten fest, dass viele Leute kein Chinesisch konnten (sondern nur T-------sch), kauften Souvenirs und bestaunten Yaks, schlugen uns die Bäuche mit t---------n Essen voll und ließen (auch beim Fußballspiel Deutschlands gegen Portugal) einfach 'mal die Seele baumeln.

 

Da die beiden Jungs fleißig fotografierten, könnt ihr euch auf Olens Blog Bilder anschauen:

 

Mir bleiben nun noch knappe zwei Wochen in Jiuquan, bevor ich mich mit einer Mitfreiwilligen erneut auf die Reise begebe.

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