Der erste Unterrichtstag

ist nun vorbei und ich ziehe Bilanz:

 

  • drei Klassen
  • fünf Schüler am Handy erwischt
  • unzählige Male "quiet" gebrüllt
  • viel zu oft "notebook" und "name card" gesagt
  • und eine Stunde frühzeitig beendet.

 

Es wird ein Kampf!

 

Am Ende des zweiten Tages und zwei weiteren Stunden enthält meine Schatztruhe folgende Fundstücke:

 

  • ein Handy
  • eine Mundharmonika (nein, ich benötige nicht jedes Mal wenn ich mich umdrehe, um etwas an die Tafel zu schreiben, Begleitmusik, vielen Dank)
  • ein paar Ohrhörer (klar, auch ich stecke mir einfach so Ohrhörer in mein Ohr! Klar, ich finde es völlig plausibel, dass da kein Handy angeschlossen war.)

Nunja, da der Schüler seinen kompletten Tisch umkippte und anfing sich auszuziehen um mir zu demonstrieren, dass er kein Handy hat ... Beendete ich das Ganze ziemlich schnell indem ich mit den Ohrhörern und einem bitterbösen Blick zufrieden gab und ihm befahl, sich wieder hinzusetzen. GRR.

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Frau Henner (Sonntag, 09 März 2014 11:10)

    Liebe Nadya, ein sehr interessanter Blog! Halte durch - ich bin gespannt, wie es weitergeht. Aus welchen Verhältnissen kommen deine Schüler? In welchem System stecken sie? Gib uns ein paar mehr Hintergrundinformationen, denn China ist für uns in Deutschland soooooo weit weg. Und du bist hautnah dran. Danke!
    viele Grüße von Frau Henner

  • #2

    Jürgen (Sonntag, 09 März 2014 20:33)

    Und ich dachte, die chinesischen SchülerInnen machen keinen Blödsinn, sondern seien höchst motiviert und bierernst.
    Ich habe über Frau Henner Ihren Blog entdeckt und werde dran bleiben.

  • #3

    chinadya (Mittwoch, 12 März 2014 16:00)

    Liebe Frau Henner,
    über Ihren Kommentar habe ich mich sehr gefreut! In meinem neuesten Beitrag habe ich mich an einen Überblick herangewagt :)

    Jürgen,
    ich auch, ich auch. Und dann hielt ich meine erste Stunde...
    Grundsätzlich ist Disziplin wohl an unteren Mittelschulen eher ein Thema als an den höheren, wo es dann wirklich "um die Wurst" geht (und die Schüler auch älter sind).
    Ich bemerke aber auch einen Unterschied zwischen den Jahrgängen: Meine Siebtklässler waren zwar manchmal laut und anstrengend, aber i.A. noch sehr kindlich. Viele Achtklässler sind ... pubertärer. Frecher. Aber auch kecker, neugieriger. Sticheln sich leider gegenseitig mehr an. Die Klassen sind viel gespaltener.

    Es schmeichelt mich, dass zwei Leute den Weg hierher gefunden haben, die ich "im echten Leben" nicht kenne!

Mehr Lesestoff

...von Freiwilligen in Gansu, China:

 

Amelie (in Jiuquan)

 

Clara (in Jiuquan)

 

Miriam (in Jiuquan)

 

Sara (in Jiuquan)

 

Max (in Yumen)

 

Olen (in Yumen)

 

...von Freiwilligen in aller Welt:

 

Caro & Hannah (in Indien)

 

Claudia (in Bolivien)

Schreib mir 'was!

Willst Du mir einfach nur persönlich schreiben, kannst Du dies gerne über das Kontaktformular tun. Ich schreibe garantiert zurück :)

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.