Chinetiquette

Ich bin wieder in Jiuquan! Bei Gelegenheit folgen noch ein paar Hongkong-Anekdoten. Erst einmal muss ich hier ankommen und mich sortieren.

 

Dieser zufällig entdeckte Artikel hat mich zum Schmunzeln gebracht:

http://www.welt.de/reise/nah/article125141910/Ruelpst-nicht-spuckt-nicht-redet-nicht-so-laut.html

 

Ja, ich kann Vieles - manchmal mit einem Schmunzeln, manchmal auch nicht - bestätigen ;) Essensüberreste werden hier wirklich auf das Tischtuch gespuckt und erst gestern pinkelte ein Kind von drei oder vier Jahren vor mir auf den Bürgersteig. Wie fremd mir viele Verhaltensweisen vor einem halben Jahr vorkamen, fällt mir jetzt nach 9 Tagen Hongkong wieder auf.

 

Ein Stück weit verstehe ich dann auch den "Festländer-Hass" (ja, ich bezeichne es wirklich als Hass) der Hongkong'er und das Schild, das dort gefühlt über jedem Mülleimer hing: "Spitting spreads germs". Ich würde das, was meine alltägliche Geräuschkulisse auf Schritt und Tritt bereichert aber nicht als "spucken" bezeichnen... eher als rotzen. Wieso man rotzen, sich aber nicht schnäuzen darf, ist mir heute noch ein Rätsel.

Genau das ist aber der springende Punkt: Uns kommt Urinieren in der Öffentlichkeit, lautes Reden, Schmatzen und Schlürfen unhöflich vor; Chinesen finden es wiederum befremdlich, sich die Nase zu putzen, wie es u.a. in Deutschland täglich praktiziert wird.

 

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